Gibt es wirklich Leute die ihr Leben genießen?
Oder ist das nur eine Lüge, die ihr euch selbst eingesteht, um das Leben genießbar zu machen?
Und damit ein Herzliches Hallo an alle,
diese Frage kommt mir in letzter Zeit öfters und es kommt mir einfach so unwirklich vor, dass man das Leben wirklich genießen kann...
Die letzten 3 Wochen waren recht turbulent. Ich setzte ja eigenständig das Abilify von heute auf morgen ab. Mein Gedächtnis lies Stich aus, ich war oftmals etwas verwirrt, wurde leichter gereitzt und es legte sich alles wieder. Bis ich dann am Samstag nervös wurde. Also richtig nervös. So sehr, dass meine Freundin meine Nervösität spührte, wenn ich sie umarmte. So sehr, dass ich mich nicht traute, mit dem Auto zu fahren. So sehr, dass ich die ganze Woche krankgeschrieben wurde.
War es gut? War es schlecht? Es war beides! Offensichtlich schlecht, da ich eine Belastung für meine Freundin und meinem Sohn war, aber auch gut, denn ich war so nervös, dass in meinem Kopf einfach kein Platz für ... gewisse Gedanken war, sagen wir mal so.
Gestern hatten wir dann Abschlussgespräch beim ZPG, da meine Psychologin den Dienst wechselt und sie war sehr besorgt über meine Nervösität. Ich bekam nachher dann einen Rückruf, dass der Termin mit der Psychiaterin vorverlegt wurde (Dienstag statt Donnerstag) und zwischenzeitlich soll ich bitte wieder das Abilify nehmen. Somit nahm ich gestern Abend wieder meine Pillen. Jetzt bin ich wieder ruhiger. Und hab halt wieder diese gewissen Gedanken...
Ich will einfach nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr! Das Leben ist für mich eine Belastung seit der Trennung meiner Eltern. Wann hatte ich das letzte Mal wirkliche Glücksgefühle? Also so richtige, nüchterne Glücksgefühle. Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht genau sagen. Das einzige wo ich sicher bin, dass ich noch welche hatte war der Tag vor der Trennung meiner Eltern. Da war ich fast 6 Jahre alt. Mittlerweile gehe ich schon recht weit auf die 30 zu. Ich bin mittlerweile 6 Jahre länger am Leben als geplant (fragt mich nicht, warum ich mir in der Grundschule genau dieses Jahr ausgesucht hatte, aber ich war mir immer sicher, dass es diese Jahreszahl sein wird...).
Und was hat es mir gebracht? Außer Spesen nichts gewesen... Ja, ich habe einen gesunden Sohn bekommen, dafür bin ich auch dankbar und es ist aktuell der einzige Grund, warum ich versuche weiterzumachen. Es würde mir einfach das Herz brechen, wenn er ohne Vater aufwachsen müsste... Aber das kann es halt auch nicht sein...
Dann hört man immer man muss nur etwas finden, das einem Freude bereitet, ein Hobby, Sport, usw. Ja, finde du mal was, wenn du entweder energielos bist und keine Motivation hast, oder zu nervös bist und keine Motivation hast. Oder was ich auch oft hörte, ich muss aufhören zu konsumieren, dann geht es mir wieder besser. Hab ich aufgehört, aber besser wurde es nie wirklich. Mit Konsum war ich zumindest (unnatürlich) glücklich, aber ich hatte zumindest das Gefühl/den Schein von Glücklichsein.
Und man hört halt immer wieder, dass das Leben so schön sein kann. Und das kommt mir halt so unwirklich vor. Wie kann das Leben bitte schön sein? Ich verstehe das einfach nicht. Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich kann das nicht glauben.
Daher würde ich gerne mal in die Runde fragen, wie ihr das seht, weleche Erfahrungen ihr gemacht habt, usw.
Vielen Dank für alle Rückmeldungen und sorry für den negativen Beitrag...
Beste Grüße,
@dissi
Oh, oh, min lieber @dissi, dass liest sich gar nicht schön, es drückt mir aufs Gemüt deine Kommentare hier zu entschlüsseln.
Aber zurück zu deiner Frage, ich sag mal es gibt sie, und das ist keine Vermutung sondern eine Beobachtung, viele Erlebnisse über Jahrzehnte gesammelt.
Vielleicht erinnerst du dich noch daran wo ich die letzten Jahrzehnte übrwiegend gelebt und/oder gearbeitet habe, Zyprn, Sizilien, Spanien (worrangig Madrid, Palma de Mallorca und Marbella ), dort habe ich viel mehr wirklich glückliche und relaxte Leute kennen lernen dürfen als jemals vorher in den Zeiten vor dem Ausbruch aus D .
Wobei ich die offensten und glücklichsten Leute stets nur im Süden getroffen habe also in Sizilien und in Andalusien, speziell die Sizillianer haben einen bleibenden tiefen Eindruck hinterlassen, und das nicht nur bei meinem Familienstamm dort, sondern allgemein, die Mehrheit der Leute dort ist nicht reich, schlägt sich durch, tut dies aber mit einer Gelassenheit und Freude in jeder Minute des Lebens das es extrem mitzieht, eben echte tiefe Freude und Genugtuung über das was man hat oder eben auch nicht hat, was mit einer totalen positiven Grundeinstellung einher geht und einer Gelassenheit mit der man agiert die ihresglichen sucht (ähnlich ist es in Andalusien), Zeitpläne existieren nur am Rande (wreden oft nicht wirklich ernst genommen), sind nicht so wichtig weil das Gespräch und der Café mit der oder dem Bekannten /Freund oder Fremden erscheinen im Augenblick viel wichtiger, und trotzdem kommt es zu positiven Ergebnissen, im Café auf der Piazza, beim ständigen Plausch mit Freunden oder Bekannten.
In der anderen Bastion die lange schon dem Don seine Heimat ist, in der Luxusenklave Marbella in Andalusien, wo die Dichte der Leute mit richtig Geld wohl dichter ist als überall sonstwo auf der Welt, da hat der Don aber sogar glückliche Deutsche (normalos und Geschäftsleute) kennen gelernt die ihr Leben neben der Arbeit in vollen Zügen genießen (80% davon haben Geld, viel Geld, ich meine richtig viel Geld so ab 9 Stellen), die 20% mit wenig(er) oder normalen Geldbörsen leben dort einfach weil es warm (Wetter- und Kontaktmäßig) ist, weil sie sich eher mit manana als mit los jetzt, sofort, mach schon, anfreunden können.
Wobei diese Leute, die mit Geld, eben nicht einfach nur glücklicher sind und ihr Leben genießen (in vollen Zügen zu jeder Stunde) sondern auch oft ziemlich komplizierte Problemchen vor sich haben die es zu lösen gibt, wie eben bei uns allen, nur dass hier die Kommastellen wo anders stehen. Was alle gemein haben, ist sie haben einen Plan wie ihr Leben aussehen soll und sie gehen zielstrebig mit mehr oder weniger Gelassenheit an die Sache heran, vielen von denen ist dies in D oder dem UK , wo der Don ja auch mal in der Ecke um London City geweilt hatte (für ein paar Jahre) wo der Streß absolut überwiegt eben so ergangen.
Di eunglücklichsten Leute hat der Don in D und UK kennen gelernt und das schlechteste Wetter natürlich aiuch, diesselben Leute später in den anderen Ecken wie Marbella, Sizilien oder auch Zypern wieder zu treffen ist eine echt spannende Erfahrung, wie sich die gehatzten Leute doch verändert haben, die haben wirklich ganz andere Sachen im Kopf, ja auch jede Menge Flausen.
Aber hey das Leben ist vielschichtig, und es ist schön, mal abgesehen von dem was die total unterbelichtenn, raffgierigen Napoleons der Neuzeit so weltweit veranstalten.
Dazu wird der Don aber in Kürz mal wieder einen ausführlicheren Post machen, so ein wenig aus dm Hinterzimmer heraus.
Danke :) also, sagst du, lebe ich noch zu sehr im Norden? ;) aber ich bin ja bereits im südlichen Teil des Nordens^^
Eben, du sagst ja, sie haben ein Ziel, das sie erreichen möchten. Das fehlt mir. Und wie bereits in meiner Feuerelfe's Antwort erwähnt, weiß ich es einfach nicht... Mir fehlt einfach das Wissen, was gehen kann/würde... Und das macht es einfach nochmal schwerer...
Naja @dissi so ganz ohne ein Ziel wirst du (oder jemand anders) aber nirgends ankommen, zumindest nicht da wo du hin wolltest, und siche rist es schwer, aber bitt irgendetwas wird dich doch (außer deiner Frau/Freundin/Lebensgefährtin) reizen oder interessieren, vielleicht etwas für euren Sohn erschaffen, ein gmeinsams Business, ?iein kleines Boutique Hotel ?, nichts wirklich, es fällt mir schwer das zu glauben bei dem was ich sonst hier von dir gelesen habe, breit gefächert.
Geh noch mal in dich , diskutiers mit deiner Partnerin es findt sich sicherlich was das es wert ist verfolgt zu werden, muss ja nicht bei euch um die Ecke sein 😉
muchas gracias querida @solperez, y @steemcurator 07 (spring team) por apoyar mis comentarios 🤗
Eres de pensamiento agudo. Te felicito por ello. Un abrazo.
N'Abend! Ich hab's extra etwas sacken lassen...
Dieses "sein Leben aus vollen Zügen genießen" hat nichts damit zu tun, daß es eine permanente Party ist. Das wäre die Anspruchshaltung an einen Rausch. Und genau daher kommt Deine Vorstellung von Glück, Genuß, Entspannung. Du ahnst vielleicht, wo ich hin will...: so wird das nichts.
Daß da ein Problem ist, weißt Du. Das ist gut. Auch, daß Du Dir Hilfe suchst. Wie effektiv Dich solche Angebote weiter bringen, weiß ich nicht. Ich hatte Dir Ex-In empfohlen, vielleicht hast Du ja 'mal Kontakt aufgenommen? Es gibt noch mehr gute Ansätze. DIe alle eins gemeinsam haben: der Patient / Klient muß wirklich raus wollen aus seinem selbstzerstörerischen Kreislauf.
Der erste Schritt ist immer: laß los! Nämlich die falsche "Erinnerung", daß auf Droge immer alles viel schöner, einfacher, erträglicher war. Schau genauer zurück! War es etwa wirklich so? Nein, da waren ganz andere Probleme. Du weißt das auch, verdrängst es aber zugunsten der "Träume".
Ich maße mir nicht an, Deine Psychologen zu bewerten. Sie haben Dich bislang halt nicht erreicht.
Mein Leben ist voll in Ordnung. Und das mit einer sehr seltsamen Kindheit, vielen mentalen Baustellen, viel Wut und Unzufriedenheit: das alles gehört dazu! Das alles läßt mich wachsen. Das alles formt mich. Und was ich dann sehe, gefällt mir. Ich lebe gerne und habe Freude. Gegen einen Adrenalinkick habe ich nichts einzuwenden, aber ich brauche ihn nicht, um mich gut zu fühlen.
Wenn Du nicht willst, daß Dein Sohn Dich in ein paar Jahren verachtet, weil Du Dein Leben nicht auf die Reihe kriegst - dann finde Deinen Anker!
Danke, liebe Weisser Rabe, ich bin halt sehr verzweifelt, da beim letzten Besuch bei der Psychiaterin halt nicht wirklich was rauskam. Sie meinte halt das Abilify sei ein Psychopharmaka mit den wenigsten Nebenwirkungen. Andere haben viel mehr Nebenwirkungen. Also fällt das irgendwo schon wieder weg (klang halt so danach...) Antidepressiva machten mich nur Gefühlstaub und daher depressiv, also fällt das auch wieder weg. Amfetamine erhalte ich nicht (auch wenn sie mir meine Gedanken ordnen würden), da ich keine ADHS Diagnose habe. Benzos drücken wieder nur. Und eine andere Alternative nannte sie mir nicht... Sieht halt ziemlich aussichtslos aus so, zumindest für mich. Ob es dann doch etwas gibt, was mir helfen könnte weiß ich halt nicht, da ist sie die Expertin... Ich habe halt die Ketamintherapie im Kopf, da ich damals beim Konsum dessen wirklich eine andere Wahrnehmungsweise hatte und auch wie diese Therapie funktioniert klingt interessant, und scheint mir zumindest auf mich zuzupassen, dieses alte Gedankenmuster lösen und Neue schaffen klingt wirklich nach etwas, das helfen würde bei mir. Nur halt... Sieht nicht so aus, als würde ich das bekommen...
Alternative? Wirklich mal meine Kindheit aufarbeiten; wäre ich im Zuge einer Ketamintherapie 100% bereit, weil blöd gesagt, aber es wäre ein "einfacher Weg". Es wird eine Wunde aufegrissen, aber ich weiß, ich muss nur soviele Tage durchhalten, bis ich wieder etwas Beruhigung erhalte (aka Ketamin). Das gäbe mir halt gewisse Sicherheit. Weil, nochmals blöd gesagt, aber "nüchtern" ist das halt ein richtig harter Brocken, wovor ich ehrlichgesagt auch etwas Angst habe. Angst vor eines Aufreißens einer zu großen Wunde und dann nichts zu haben, mit dem ich mich beruhigen kann, mit der ich wieder etwas zur Normalität in meinem Wohlbefinden kommen kann. Ja, ich könnte mir für solche Fälle ein Gras besorgen, einen rauchen und dann geht es wieder. Nur das ist dann halt wieder kontraproduktiv für die Therapie, was ich halt auch nicht möchte... Also so eine Aufarbeitung könnte gut ausgehen, könnte meiner Meinung nach aber auch ganz nach hinten losgehen, wenns blöd läuft... Und nochmals, richtig blöd gesagt, aber im aktuellen Zustand bleiben, mit aktueller Medikation usw. ist halt irgendwie sicherer für mich. Da weiß ich halt, wie es ist, weiß, dass ich mehr oder weniger ruhig bleibe usw., funktioniere und niemanden zu sehr zur Last falle... Klar ist das keine optimale Option, auf keinen Fall, aber es ist halt ein sicherer Hafen sozusagen...
Dissi - verstehe ich. Trotzdem ist die Lösung vermutlich medikamentenfrei. Aufarbeitung kann eine Möglichkeit sein, aber nicht die Einzige. Akzeptanz wäre die andere. Du wirst lachen, aber die kann man lernen...
Akzeptanz für...? Dass meine Kindheit nunmal so war, wie sie war? Oder mich zu akzeptieren wie ich bin? Oder beides? Oder was genau meinst du damit? (Ist nicht böse gemeint, ich verstehe es nur wirklich grad nicht, was du meinst...)
Es gehört beides dazu, aber ich meinte allgemein: die Bereitschaft, Dinge zu akzeptieren, die nicht rückgängig gemacht werden können, die passiert sind, die zu Dir gehören. Akzeptanz funktioniert ohne Groll, und bei Dir spürt man noch zu viel Wut - auf Menschen und Geschehnisse, Suche nach Schuldigen und Verantwortlichen, mehr Fokus auf die Vergangenehit als die Zukunft. Wenn Du das Zurückliegende akzeptieren lernst und nicht länger damit haderst, machst Du eine Tür auf mit Möglichkeiten für eine Entwicklung. Vielleicht für Glück.
besser kann man es nicht in worte packen,jawoll
Lieber dissi,
ich lese deine Lebens- und Leidensgeschichten immer, es sei denn ich verpasse sie weil ich des öfteren eine Steemitpause gewollt oder ungewollt einlege. Es ist für mich unverständlich, daß so ein fähiger kluger Kopf solche Probleme hat. Von einem bekannten Kabarettisten stammt der weise aber lockere Spruch: Das Leben ist eins der schwersten. Das scheint für dich zu zutreffen. Du hast einen Job, eine kleine glückliche Familie, interessante Hobbys. Eigentlich gute Voraussetzungen. Ich schließe mich dem an, was der Don über glücklich sein gesagt hat und welche Tips und Möglichkeiten die Räbin genannt hat. Das Leben nicht glücklich genießen zu können kann man auch als Depression verstehen. Lange hat man nicht gewußt, daß es sich hierbei um eine echte Krankheit handelt, die entsprechend medizinisch angegangen werden muß und nicht um Antriebslosigkeit und Unpäßlichkeit die sich von allein wieder geben. Ich weiß nicht ob diese Linie bei dir befolgt wird. Erschwerend kommt bei dir die Drogenneigung hinzu. Darüber haben wir uns ja schon auseinandergesetzt. Ich hab als Kind viel Mist und Schlamassel im 2. Weltkrieg und in der Nachkriegszeit durchgemacht und mit Glück überstanden. Trotzdem konnte ich immer mit dem Brustton der Überzeugung sagen: Ich hab eine schöne, glückliche Kindheit erlebt. Nur ein Beispiel: Mit 8 Jahren hatte ich ein einziges Spielzeug und das war zeitgemäß eine Kanone, die nicht einmal funktionierte, die hatten mir amerikanische Soldaten nach einer Hausdurchsuchung gelassen. Mein erstes Fahrrad hab ich mir vom Schrott selbst zusammen gebastelt. Ich will damit nur sagen, Hab und Gut sind nicht unbedingt Garanten fürs Glücklichsein. Jetzt im Alter bin ich dankbar für jeden Tag den ich mit Arbeit, Hobbys, Sport, Nichtstun, Steemit, Familie, Urenkel relativ gesund erlebe. Das wünsche ich dir, du wirst es schon schaffen.
Hallo Jochen, auch dir danke für die Antwort :)
Depression kommt mir auch langsam vor, nur bei den Tests dazu kam nie etwas raus... Ich habe halt gemerkt, ohne den Pillen habe ich zumindest Energie. Immernoch keine Motivation, aber eben Energie, die dann durch Stänkern der Freundin rausgelassen wurde... Auch nicht das Optimale^^ ich lebe halt so extrem passiv, sagt mir meine Freundin nicht, was ich tun soll, liege ich halt auf der Couch herum und schaue YouTube, zum Teil nur damit ich es verschlafe... Das kanns halt einfach nicht sein...