Eine spontane Entdeckung 👹🍣🎎 Mein Japan
Ich wiederhole mich wahrscheinlich, aber ich sage es gerne noch einmal - im lebe gerne hier im Land der aufgehenden Sonne und ich bin froh, dass mich das Schicksal hier her gebracht hat. Geplant war dies am Anfang keineswegs, auch wenn ich dem Zufall am Ende natürlich auch ein wenig nachgeholfen habe. Was keineswegs eine schlechte Entscheidung gewesen war.
Im Laufe der Zeit habe ich dann vor allem in der Region, in der ich nun gastiere, eine ganze Menge an Ausflüge gemacht und dabei eine ganze Menge an interessanten Orten entdeckten können. Manchmal geplant und oft aber auch ganz zufällig, als wir auf dem Weg ganz woanders hin waren. Aber gerade solche zufälligen Entdeckungen machen oft am meisten Spaß.
Und genau so war dies vor einiger Zeit, als wir auf der Suche nach ein paar späten Kirschblüten waren. Wir waren eigentlich in vertrauter Gegend unterwegs, als ich von der Hauptstraße in eine mir bis dahin noch unbekannte Nebenstraße abbog.
Diese Nebenstraße war nach ein paar hundert Metern bereits zu Ende, aber wir kamen dabei an einem kleinen Park vorbei, direkt am Waldesrand. Dort stand ein steinerndes Toori, hinter dem eine Treppe nach oben in den Wald hinein führte.
Was soll ich sagen? Für mich ist das eine klare Einladung, die ich auf keinen Fall ausschlagen kann. Gut zugegeben, mein kleines Team, mit dem ich unterwegs war, dachte ein wenig anders, aber ich habe den Wagen trotzdem gestoppt, um mir das Ganze etwas genauer anzusehen. Man will ja doch nichts verpassen!
Meine Neugier führte mich dann schnellen Schrittes näher an das Toori heran, welches signalisierte, dass sich dort am Ende der Stufen ein Schrein befinden muss. Mir war schon klar, dass ich hier kein pompöses Heiligtum erwarten konnte, aber das hatte ich hier auch gar nicht erwartet.
Ganz im Gegenteil, es war mal wieder dieser so besondere Charm, der von diesen gut versteckten Schreinen und auch Tempeln ausgeht, die man manchmal vom Waldesrand aus sieht. Ich konnte einfach nicht widerstehen und musste unbedingt nachschauen, was sich dort oben am Ende der Stufen befinden würde.
Und so ging es los, die schiefen und moosbewachsenen Stufen hinauf. Ich musste dabei dann schon ein wenig aufpassen, nicht auszurutschen und hinzufallen, aber das gehörte wie üblich zum Spaß dazu.
Der Anstieg war kurz und so stand ich recht bald vor diesem kleinen Schreingebäude. Es machte trotz seiner Schlichtheit einen gepflegten Eindruck, ein Hinweis darauf, dass die Menschen in der Nachbarschaft hier regelmäßig vorbeikommen.
Auf der einen Seite der Schreinanlage erstreckte sich ein größerer Bambushain, der in den Wald hinein gewachsen ist. Der Bambus scheint hier extra gepflanzt zu sein und wird bewirtschaftet, was erklärt, warum es so licht hier war.
Ich mag Bambus sehr, und staune immer wieder, wie schnell und wie hoch diese Pflanzen wachsen. Biologisch handelt es sich bei Baumbus nicht um einen Baum, sondern um ein Gras, auch wenn man dies manchmal nicht so richtig glauben mag.
Viel mehr zu sehen gab es hier oben nicht, uns so ging es dann auch wieder zurück. Beim Runterlaufen war ich dann noch ein wenig vorsichtiger, denn das grüne Moos sieht zwar äußerst reizend aus, ist aber auch ein wenig rutschig. Und ich hatte ja eigentlich noch ein wenig vor.
Meine Idee war es gewesen, dort vorne, wo es so herrlich rosa schimmert, unsere Mittagspause einzulegen. Wir hatten ja wie üblich etwas zu Essen dabei, und wir alle hatten auch ordentlich Hunger. Und obwohl die Kirschbäume vor mir nun wirklich einladen aussahen, kam es dann doch ganz anders.
Dieses kleine Schild sorgte dafür, dass wir uns nach einem anderen Ort für unsere Mittagspause umsehen mussten. Aber gut, auch wenn ich selber schon dageblieben wäre, habe ich mich dann doch dem Rest meinen kleinen Teams gebeugt. Vielleicht war das auch besser so, wer teilt schon sein Mittagsessen gerne mit Meister Petz?
Und so blieb uns nur ein letzter Blick auf diese herrlichen Kirschbäume, die hier im Wald an jenem Tag ihren blühenden Höhepunkt hatten. Aber wir mussten trotzdem nicht Trübsal blasen und hungern, denn ich hatte bereits ein nächstes Ziel anvisiert. Und ich verrate hier nicht zu viel, dort konnten wir unsere hungrigen Bäuche füllen und ich konnte gleichzeitig meine Sehnsucht nach Kirschblüten stillen.
Letztendlich hat alles wunderbar gepasst. Meine Neugier hatte mich auf eine kleine Entdeckungsrunde geführt, und ich war nun in bester Laune. Es macht einfach Spaß, bei uns hier draußen unterwegs zu sein, vor allen dann, wenn man so ein großartiges Team an seiner Seite hat wie ich. Dann ist diese wundervolle Welt um uns herum auf einmal noch schöner als sie es sonst schon ist....

Deine Fähigkeit, Zufälle in echte Entdeckungen zu verwandeln, ist beeindruckend! Die Kirschblüten sind wunderschön in diesem Foto. 🌸📸