Ein Mahl zum Verlieben / A meal to fall in love
english below...
Liebe geht ja angeblich durch den Magen – und ich präsentiere heute Indizienbeweise für diese alte Weisheit ;-))
In der letzten Zeit gab es bei uns des öfteren ein schnelles und unkompliziertes, aber absolut leckeres Gericht zum Abendessen: Marry Me - Beans… Ein hübscher Name – Heirate Mich – Bohnen. Es geht die Mär, daß es wie folgt zu seinem ungewöhnlichen Namen kam:
Ein Mann, begeisterter Hobbykoch, umwarb seit langem seine Angebetete und hatte ihr auch schon den einen oder anderen Heiratsantrag gemacht. Zu seinem Bedauern ließ sich seine Holde nicht darauf ein und ließ ihn weiter zittern. Zu ihren Gewohnheiten zählte es, sich regelmäßig gegenseitig zu bekochen, und so wußten sie voneinander, daß sie beide köstliche Sachen zubereiten können und auch große Freude am Essen, am Genuß allgemein haben.
Eines Abends war der Mann ohne große Ambitionen in der Küche dabei, Reste für ein einfaches Essen unter der Woche zusammen zu kochen. Die beiden setzten sich zusammen, entspannten nach ihrem langen Arbeitstag und verspeisten das Schnellgericht. Nach den ersten Löffeln rief die bis dahin stets zurückhaltende Maid: „Dieses Rezept ist einfach göttlich – bitte heirate mich!“
Nun ja. Ob es sich genau so zugetragen hat oder ob da ein Kochmagazin coole Publicity macht – wer weiß das schon so genau… Fakt ist: 15 Minuten! Die Zeit, die man braucht für ein unfaßbar wohlschmeckendes Essen. Fakt ist auch, das ursprüngliche Rezept habe ich ein wenig verändert, weil es uns nicht beiden gleichermaßen gemundet hatte. Mit der finalen Variante sind wir hoch zufrieden und geben gerne Einzelheiten zum Besten:
Ihr benötigt:
- etwas mildes Olivenöl
- eine Zwiebel
- Tomatenmark, Knoblauch, Chiliflocken, Thymian
- Brühe
- Sahne
- getrocknete Tomaten in Öl
- weiße Riesenbohnen
- Spinat (alternativ Mangold oder Schwarzkohl)
- Pfeffer, Salz, Zitrone, etwas Zucker
- geriebenen Käse
Ich habe bewußt keine Mengenangaben genannt – das Verhältnis der Zutaten untereinander ist absolut egal! Mischt, was Ihr im Haus habt oder wie es Euch beim Abschmecken passend erscheint…
Im Olivenöl wird die in kleine Würfel geschnittene Zwiebel kurz glasig angebraten.
Tomatenmark, Knoblauch, Chiliflocken und Thymian werden hinzugefügt und im heißen Öl geschwenkt. Anschließend mit der vorbereiteten Brühe ablöschen und mit Schlagsahne auffüllen.
In den Sud werden die kleingeschnittenen getrockneten Tomaten, die Riesenbohnen und der Spinat hineingegeben. Dazu kommt der geriebene Käse. Alles zusammen köchelt jetzt noch etwa 5-7 Minuten.
Abschmecken mit Pfeffer, Salz, Zitrone und einer Prise Zucker.
Eine optische Zugabe und eine interessante zusätzliche Geschmacksnote bietet nach Belieben die Dekoration mit schwarzem Sesam...
Und zack! Fertig! Es darf geheiratet gekostet werden: Guten Appetit!
PS: Das beschriebene Gericht ist vegetarisch; durch den Austausch der Sahne mit Kokos-, Mandel- oder Cashewmilch und alternativ Hefeflocken anstatt des geriebenen Käses lassen sich die Merry Me - Beans ebenso vegan auf den Tisch bringen...
english version:
They say the way to a person’s heart is through their stomach – and today I’m presenting some circumstantial evidence for this old adage ;-))
Lately, we’ve often had a quick and simple, yet absolutely delicious dish for dinner: Marry Me Beans… A lovely name. The story goes that this unusual name came about as follows:
A man, an enthusiastic amateur chef, had been courting his beloved for a long time and had already popped the question to her on one or two occasions. Much to his regret, the lady in question wasn’t having any of it and kept him waiting. It was their custom to cook for one another regularly, and so they knew that they were both capable of preparing delicious meals and took great pleasure in eating and enjoying good food in general.
One evening, the man was in the kitchen without much ambition, cooking up leftovers for a simple midweek meal. The two sat down together, relaxed after their long day at work, and ate the quick meal. After the first few spoonfuls, the girl, who had always been reserved until then, exclaimed: “This recipe is simply divine – please marry me!”
Well, well. Whether it happened exactly like that or whether a cooking magazine is just getting some cool publicity – who knows for sure… The fact is: 15 minutes! The time it takes to make an incredibly tasty meal. The fact is also that I’ve tweaked the original recipe a little, because it didn’t quite suit both of us. We’re absolutely delighted with the final version and are happy to share the details:
You’ll need:
- a little mild olive oil
- an onion
- tomato purée, garlic, chilli flakes, thyme
- stock
- cream
- sun-dried tomatoes in oil
- giant white beans
- spinach (alternatively Swiss chard or black cabbage)
- pepper, salt, lemon, a little sugar
- grated cheese
I have deliberately not given any quantities – the ratio of the ingredients to one another doesn’t matter at all! Just mix whatever you have to hand or whatever seems right to you as you taste it…
Sauté the finely diced onion briefly in the olive oil until translucent.
Add the tomato purée, garlic, chilli flakes and thyme, and toss in the hot oil. Then deglaze with the prepared stock and top up with whipping cream.
Add the finely chopped sun-dried tomatoes, the giant beans and the spinach to the mixture. Add the grated cheese. Simmer everything together for another 5–7 minutes.
Season to taste with pepper, salt, lemon and a pinch of sugar.
Decorating with black sesame seeds adds a visual touch and an interesting extra flavour, if desired...
And there you go! Done! It’s ready to marry taste: Bon appétit!
PS: The dish described is vegetarian; by replacing the cream with coconut, almond or cashew milk and using yeast flakes instead of the grated cheese, you can also serve the Merry Me Beans as a vegan dish...





I don't think I will want to marry that person if they switch the grated cheese to yeast flakes. This recipe looks good just as it is.
Guten Abend Heike,
ein tolles Rezept liebevoll zusammengestellt und trotzdem nicht kompliziert und schnell zubereitet, vorausgesetzt: die Bohnen sind vorgekocht oder eingeweicht. Ich kenne das Rezept von meiner Oma aus Kriegszeiten total simpel, da man ja kaum was hatte. Es waren keine Riesenbohnen, die man auch von der türkischen, griechischen, arabischen, etc. Küche kennt, sondern sogenannte Weiße Bohnen, die deutlich kleiner sind, aber im Geschmack sehr ähnlich. Diese waren getrocknet und wurden über Nacht in Wasser eingeweicht, so daß sie in ca. 30 bis 45 Minuten gar gekocht waren. Dazu kamen noch gewürfelte Kartoffeln und Möhren, sowie gedünstete fein gewürfelte Zwiebeln und Bohnenkraut, so man hatte. Pfeffer war meist Mangelware, aber wenigstens Salz und ein bißchen Margarine gab es meistens.
Diese im Vergleich abgespeckte Variante liebe ich immer noch, werde aber die Merry Me - "Haute Cuisine" bestimmt mal ausprobieren. Chili con Carne geht auch ein bißchen in die Richtung.
0.00 SBD,
0.28 STEEM,
0.28 SP
Hach - Weiße Bohnen kenne ich natürlich auch, aber die gingen bei der Oma ganz anders. Süß-sauer-scharf, irgendwie auf schlesisch-pommersche Art...