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Schon gar nicht, wenn sie nach einer Rechnung aussieht. Aber es war mir ja klar – ich hatte jetzt schon länger drauf gewartet. Die Rechnung von der letzten Gaslieferung für das Vereinsferienhaus.
Ist zwar weniger ausgefallen als veranschlagt – veranschlagt waren irgendwas um die 2.700 € brutto –, aber es sind trotzdem 2.200 €. Eine Summe, die auf dem Vereinskonto gar nicht mehr vorhanden ist.
Das Ende vom Lied: Ich zahle die Rechnung erst mal aus meiner Tasche.
📊 Der Vergleich
Im letzten Jahr waren es knapp 1.300 €. Wenn man die Gasprüfung von 45 € rausrechnet, hat sich das Ganze grob überschlagen um 90 % erhöht. 90 Prozent! In einem Jahr!

Wie es bisher lief
Bisher war das ganze Projekt mehr oder weniger ein Selbstläufer. Den ganzen kleinen Kram hatte ich ohnehin immer aus meiner Tasche bezahlt. Genauso wenn wir die Bettwäsche und die Handtücher für das Ferienhaus gewaschen oder ausgetauscht haben – das hatte ich nie über das Vereinskonto laufen lassen.
Aber es geht halt so nicht mehr weiter. Ich hatte ja schon darüber gesprochen und geschrieben.
Und dann noch das
Vorgestern hatte mich auch jemand angeschrieben, der im Juli einen längeren Zeitraum gebucht hatte, dass er krankheitsbedingt die Reise nicht antreten kann. Auch hier schaut es dann so aus, dass fast 600 € höchstwahrscheinlich zurückgezahlt werden müssen – auch wieder eine Summe, die ich dann, wenn es so kommt, vorstrecken muss.
Meine Verantwortung
Ich sehe mich in der Verantwortung, alle noch entstehenden Kosten für das Objekt zu tragen. Es wird jetzt in den nächsten Monaten auch einige Einnahmen geben, aber rein rechnerisch geht das nicht mehr auf null raus.
Ich lasse das Vereinskonto nicht ins Minus rutschen – ich begleiche das Ganze und lasse es sauber auslaufen.
Ein grundsätzliches Problem
Ich möchte nicht wissen, wie schlimm das auch für andere kleine Vereine ist. Denn eins ist sicher – ich weiß es aus Gesprächen: Die Bereitschaft zu spenden ist auf ein Minimum zurückgegangen. Was auch verständlich ist, denn immer mehr Menschen müssen ihren Euro nicht nur ein- oder zweimal, sondern langsam auch dreimal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben.
Da ist es natürlich nachvollziehbar, dass man auch manche Projekte nicht mehr unterstützen kann.
Und ich wiederhole mich noch einmal
Das hier ist kein Spendenaufruf. Da es mehr oder weniger nun sicher ist, dass das Projekt eingestellt wird, möchte ich auch keine Zuschüsse mehr dafür erhalten. Das wäre dann irgendwie in meinen Augen nicht richtig.
Veröffentlicht mit Welako