Mein Kampf mit der Wirbelsäule: Wenn das Bein plötzlich nicht mehr gehorcht.
ich möchte heute meine aktuelle Reise durch das deutsche Gesundheitssystem teilen – zwischen Rollator, Arztbesuchen und der Angst vor der nächsten Operation. Vielleicht hilft es jemandem von euch, die Warnsignale des eigenen Körpers ernster zu nehmen.
Mein neuer Wegbegleiter.
Eingetauscht gegen Bus fahren.
Die Vorgeschichte: Wenn die Technik im Rücken streikt
Ich bin kein Neuling, was Rücken-OPs angeht. 2015 wurde ich wegen einer Spinalkanalstenose operiert, 2019 folgte die Versteifung (Spondylodese) mit einem Cage in der Etage LWK 4/5. Eigentlich dachte ich, danach sei Ruhe. Doch seit Dezember hat sich alles schlagartig verändert.
Der Befund: Anschlussinstabilität
Mein aktueller Befund klingt wie ein technisches Handbuch für eine kaputte Brücke:
• Osteochondrose und Spondylarthrose im Segment unter der Versteifung (L5/S1).
• Anschlussinstabilität: Weil die Etage darüber starr ist, muss das untere Segment die ganze Last tragen und „wackelt“.
• Nerven-Einengung: Ein Nervenfenster rechts ist knöchern zu gewuchert.
Die Symptome: Warum ich jetzt einen Rollator brauche
Obwohl ich im Rücken selbst kaum Schmerzen habe, sendet mein Körper heftige Signale:
• Leistenschmerzen: Ein stechender Schmerz, der in den Unterleib zieht.
• Unkontrolliertes Bein: Mein linkes Bein macht oft, was es will. Die Gangunsicherheit ist so groß geworden, dass ich ohne Rollator nicht mehr sicher bin.
• Fahrverbot: Da ich das Bein nicht sicher steuern kann, ist Autofahren tabu.
Der heutige Arztbesuch: Eine Überraschung
Mein Orthopäde hat heute etwas festgestellt, was ich so nicht erwartet hatte: Mein Körper versucht anscheinend, sich selbst zu helfen. Es bildet sich eine spontane knöcherne Versteifung zwischen der Hüfte/dem Becken und der Wirbelsäule. Das führt zu massivem Stress an der Symphyse(Schambeinverbindung), was meine Leistenschmerzen erklärt.
Bei der neurologischen Untersuchung kam raus: Mein Vibrationsempfinden (Stimmgabeltest) am linken Bein ist bereits schlechter als rechts. Ein klarer Beweis, dass der Nerv unter Druck steht.
Wie geht es weiter? (Die Angst vor der OP)
Ich habe eine weitere Operation und Spritzen erst einmal abgelehnt. Ich habe Angst, am Ende im Rollstuhl zu landen, auch wenn die Ärzte sagen, dass eine OP genau das verhindern soll.
Der nächste Schritt: Ein spezielles MRT, das trotz meiner Metall-Implantate (Titan) funktioniert. Es muss klären, ob der Nerv „nur“ gereizt oder ernsthaft in Gefahr ist. Bis dahin heißt es: Wärme, vorsichtige Physiotherapie und den Rollator immer griffbereit.


Dinge, die die Welt nicht braucht… :-(
Alles (schmerzfreie) Gute dir!!!
ich drück dir die daumen,dass alles gut wird
Das tut mir sehr leid! Du kommst wieder in Ordnung, oder? Wenn der Körper selber schon am Zaubern ist... Alles Gute auf jeden Fall!
Ich arbeite daran wieder in die Reihe zu kommen.
Schließlich möchte ich wieder Bus fahren.
Es wird vermutlich kein leichter Weg werden, aber aufgeben ist keine Option für mich!
Drücke auch alle Daumen... 🍀
Schwerbehindertenausweis ist hoffentlich beantragt ebenso Pflegegrad 2
Alles in Arbeit
Upvoted! Thank you for supporting witness @jswit.