P U M A T O N I und die T I E F S E E...

Die Rettung der Insel der 1000 Wünsche...
Weit, weit draußen im großen Ozean liegt eine geheimnisvolle Insel, die noch nie ein Mensch gesehen hat: Pumatonien.
Dort lebte der junge mutige und graue Puma Pumatoni glücklich mit seinen Freunden.
Eines Nachts tauchte plötzlich ein graues U-Boot aus den dunklen Wellen auf.
Am Periskop stand der böse Kapitän Schnurrbart mit einem fiesen Grinsen. „Endlich habe ich die sagenumwobene Insel gefunden!“, flüsterte er seiner Besatzung zu.
„Und den sprechenden Puma nehmen wir mit – der wird uns reich machen!“
Bevor Pumatoni, der sich hinter einem Baum am Strand versteckte, sich wehren konnte, schnappten ihn die Matrosen und zogen ihn ins U-Boot.
„Hilfe!“, rief Pumatoni, doch das U-Boot tauchte schon mit einem lauten Blubbern in die Tiefe ab.
Das rote Warnlicht auf dem Turm blinkte aufgeregt:
🚨 Blink-🚨 Blink-🚨 Blink!
Kaum war das U-Boot tief genug, geschah etwas Unglaubliches:
Tausende leuchtende Tiefseefische kamen aus allen Richtungen herangeschwommen!
Große Anglerfische, flinke Leuchtfische und seltsame Tiefsee-Kreaturen bildeten einen riesigen, funkelnden Ring um das U-Boot. Sie schwammen so dicht, dass das U-Boot nicht mehr vorwärtskam.
Die Motoren brummten und brummten, aber das Boot stand still wie ein Stein. Im Inneren des U-Boots wurde es unruhig.
„Kapitän! Die Fische blockieren alles!“, rief ein Matrose.
Kapitän Schnurrbart schlug mit der Faust auf den Tisch. „Unmöglich! Weiterfahren!“
Doch das U-Boot bewegte sich keinen Zentimeter.
Pumatoni, der in einer Ecke saß, schaute durch das Bullauge. Draußen leuchteten die Augen der Fische wie tausend kleine Laternen.
Da verstand er: Die Fische wollten ihn beschützen – weil er immer freundlich zu allen Tieren war.
Pumatoni stand auf und ging ganz ruhig zum Kapitän.
„Kapitän Schnurrbart“, sagte er mit seiner klaren Puma-Stimme, „die Tiefseefische sind meine Freunde. Sie lassen das U-Boot erst weiterfahren, wenn ihr mich wieder freilasst. Aber ich kann euch helfen – nur ich kann mit ihnen sprechen.“
Der Kapitän schaute Pumatoni misstrauisch an, doch die Besatzung wurde langsam nervös. Das rote Blinklicht 🚨 leuchtete immer schneller, und draußen wurde der Schwarm der Fische immer dichter.
„Also gut!“, knurrte der Kapitän schließlich. „Rede mit ihnen! Aber wehe, du trickst uns aus!“
Pumatoni nickte, kletterte zum Periskop und drückte seine Nase ans Glas und schaute auf die Insel, die seine Heimat war - auf Pumatonien

.
Und als er sie durch das Periskop des U-Bootes endlich entdeckte, machte er ein tiefes, freundliches Schnurren, das durch das ganze U-Boot vibrierte.
Die Fische draußen hörten es sofort.
Langsam öffneten sie eine schmale Gasse im Schwarm.„Sie hören auf mich“, sagte Pumaroni, „aber nur, wenn ihr versprecht, nie wieder nach Pumatonien zu kommen und niemanden mehr zu entführen.“
Kapitän Schnurrbart schaute auf seine Besatzung, die ihn ängstlich ansah. Das U-Boot stand immer noch fest. Schließlich seufzte er laut und sagte widerwillig:
„Na schön… Wir lassen dich frei und verschwinden für immer aus diesen Gewässern.“
Pumatoni schnurrte noch einmal – diesmal ganz laut und glücklich. Die Tiefseefische teilten sich wie ein leuchtender Vorhang.
Das U-Boot konnte endlich wieder fahren.
Als Pumatoni oben aus der Luke kletterte und ins Wasser sprang, winkte er dem U-Boot hinterher.
„Danke, meine Freunde!“, rief er den leuchtenden Fischen zu und die Fische leuchteten extra hell zum Abschied.
Kapitän Schnurrbart stand am Periskop und schaute Pumatoni nach. Zum ersten Mal wirkte sein Gesicht nicht mehr ganz so böse.
„Dieser Puma… hat uns tatsächlich gerettet“, murmelte er leise.
Und so kehrte Pumatoni zurück auf seine wunderschöne und sagenumwobene Insel Pumatonien.
Von diesem Tag an blinkte das rote Licht auf keinem U-Boot mehr bedrohlich in der Tiefsee – denn alle wussten:
Wer Pumatonien sucht, muss erst einmal an den leuchtenden Freunden der Tiefe vorbei.
Und Pumatoni?
Der wurde zum Helden aller Tiefseefische und erzählte seinen Freunden auf der Insel jede Nacht die Geschichte vom großen Abenteuer im leuchtenden Schwarm.

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