RE: Gibt es wirklich Leute die ihr Leben genießen?
Danke, liebe Weisser Rabe, ich bin halt sehr verzweifelt, da beim letzten Besuch bei der Psychiaterin halt nicht wirklich was rauskam. Sie meinte halt das Abilify sei ein Psychopharmaka mit den wenigsten Nebenwirkungen. Andere haben viel mehr Nebenwirkungen. Also fällt das irgendwo schon wieder weg (klang halt so danach...) Antidepressiva machten mich nur Gefühlstaub und daher depressiv, also fällt das auch wieder weg. Amfetamine erhalte ich nicht (auch wenn sie mir meine Gedanken ordnen würden), da ich keine ADHS Diagnose habe. Benzos drücken wieder nur. Und eine andere Alternative nannte sie mir nicht... Sieht halt ziemlich aussichtslos aus so, zumindest für mich. Ob es dann doch etwas gibt, was mir helfen könnte weiß ich halt nicht, da ist sie die Expertin... Ich habe halt die Ketamintherapie im Kopf, da ich damals beim Konsum dessen wirklich eine andere Wahrnehmungsweise hatte und auch wie diese Therapie funktioniert klingt interessant, und scheint mir zumindest auf mich zuzupassen, dieses alte Gedankenmuster lösen und Neue schaffen klingt wirklich nach etwas, das helfen würde bei mir. Nur halt... Sieht nicht so aus, als würde ich das bekommen...
Alternative? Wirklich mal meine Kindheit aufarbeiten; wäre ich im Zuge einer Ketamintherapie 100% bereit, weil blöd gesagt, aber es wäre ein "einfacher Weg". Es wird eine Wunde aufegrissen, aber ich weiß, ich muss nur soviele Tage durchhalten, bis ich wieder etwas Beruhigung erhalte (aka Ketamin). Das gäbe mir halt gewisse Sicherheit. Weil, nochmals blöd gesagt, aber "nüchtern" ist das halt ein richtig harter Brocken, wovor ich ehrlichgesagt auch etwas Angst habe. Angst vor eines Aufreißens einer zu großen Wunde und dann nichts zu haben, mit dem ich mich beruhigen kann, mit der ich wieder etwas zur Normalität in meinem Wohlbefinden kommen kann. Ja, ich könnte mir für solche Fälle ein Gras besorgen, einen rauchen und dann geht es wieder. Nur das ist dann halt wieder kontraproduktiv für die Therapie, was ich halt auch nicht möchte... Also so eine Aufarbeitung könnte gut ausgehen, könnte meiner Meinung nach aber auch ganz nach hinten losgehen, wenns blöd läuft... Und nochmals, richtig blöd gesagt, aber im aktuellen Zustand bleiben, mit aktueller Medikation usw. ist halt irgendwie sicherer für mich. Da weiß ich halt, wie es ist, weiß, dass ich mehr oder weniger ruhig bleibe usw., funktioniere und niemanden zu sehr zur Last falle... Klar ist das keine optimale Option, auf keinen Fall, aber es ist halt ein sicherer Hafen sozusagen...
Dissi - verstehe ich. Trotzdem ist die Lösung vermutlich medikamentenfrei. Aufarbeitung kann eine Möglichkeit sein, aber nicht die Einzige. Akzeptanz wäre die andere. Du wirst lachen, aber die kann man lernen...
Akzeptanz für...? Dass meine Kindheit nunmal so war, wie sie war? Oder mich zu akzeptieren wie ich bin? Oder beides? Oder was genau meinst du damit? (Ist nicht böse gemeint, ich verstehe es nur wirklich grad nicht, was du meinst...)
Es gehört beides dazu, aber ich meinte allgemein: die Bereitschaft, Dinge zu akzeptieren, die nicht rückgängig gemacht werden können, die passiert sind, die zu Dir gehören. Akzeptanz funktioniert ohne Groll, und bei Dir spürt man noch zu viel Wut - auf Menschen und Geschehnisse, Suche nach Schuldigen und Verantwortlichen, mehr Fokus auf die Vergangenehit als die Zukunft. Wenn Du das Zurückliegende akzeptieren lernst und nicht länger damit haderst, machst Du eine Tür auf mit Möglichkeiten für eine Entwicklung. Vielleicht für Glück.
besser kann man es nicht in worte packen,jawoll